Australien – außergewöhnliches Land und Kultreiseziel für internationale Touristen, bietet Trekking – Touristen eine ganze Palette von Möglichkeiten zum Entdecken. Im 16. Jahrhundert wurde der kleinste Kontinent von den Europäern entdeckt und daraufhin bald von den Briten kolonialisiert; 1907 erfolgte die Unabhängigkeit des Landes. Für die Ureinwohner, die Aboriginies verbesserte sich die Situation nur wenig. 2006 lebten hier 20,5 Millionen Einwohner, nur 2,4 % von ihnen sind nach eigener Angabe mindestens zum Teil indigen. Hinzu kommt ein großer Anteil von Migranten aus der ganzen Welt, der eine interkulturelle Mischung der Bevölkerung ergibt. Hauptstadt Australiens ist Canberra – eine Planhauptstadt, da sich die bedeutenderen Metropolen Sydney und Melbourne nicht über diese Funktion einigen konnten.
Neben den urbanen Regionen ist in Australien eher die Natur und Landschaft prägend für den Charakter des Landes. Das sogenannte Outback dominiert allein größenmäßig den Kontinent: Drei Viertel der Fläche wird von ihm bedeckt; seine Hauptbestandteile liegen im Northern Territory, in Western Australia, Queensland, New South Wales und in South Australia. Manche Regionen des Outback sind für den Menschen aufgrund der extremen Hitze (über 50 Celcius!) gar nicht zugänglich, hier fällt manchmal jahrelang kein Regen. Im Allgemeinen verfügt Australien jedoch über sehr verschiedene Klimazonen: Während der Norden tropisch ist, folgt in der Mitte subtropisches Klima, der Süden ist wiederum gemäßigt. Diese Vielfalt an Temperaturen führt im Sommerhalbjahr mitunter zu starken Wirbelstürmen, auf die man gefasst sein sollte. Wer Australien im Rahmen eines Trekkingtrips entdecken und dabei unberührte Natur möchte, findet beste Voraussetzungen. Die Anreise ist, sieht man vom langen Flug aus Europa und der allgemeinen Visumspflicht einmal ab, recht unkompliziert. Auch einzelne Regionen des Landes sind gut per Flugzeug erreichbar, verfügt Australien doch über 400 öffentliche und private Flugplätze. Die beliebtesten Touristenzeile sind die phantastischen Naturlandschaften wie das Great Barrier Reef, der Kakadu-Nationalpark sowie Top End, ein touristisch erschlossenes Regenwaldgebiet. Und natürlich nicht zu vergessen ist Uluru, die einzigartige Erhebung inmitten der Wüste und ein Heiligtum der Aboriginies, auch bekannt als Ayers Rock. All diese Regionen warten mit für Europäer exotischer Natur auf, die Flora zum Beispiel mit Eukalyptusbäumen, Akazien und dem wunderschönen Baobab, die Fauna mit Koalas und Kängurus. Es gibt einige gute Empfehlungen für Trekkingtouren in Australien, die es sich für den Anfang zu befolgen lohnt, da man, einmal unterwegs, kaum Leute trifft und im Outback auch keine Beschilderung und ähnliche Hilfestellungen erwarten darf. Daher ist einige Trekkigerfahrung im Vorfeld nicht verkehrt.
Eine Möglichkeit für Touren ist der “Larapinta Trail”, der sich gut für eine Tour mit Rucksack eignet. Er führt von Alice Springs hinauf zum Mount Sonder (1380Meter). Die 250km Weg sind teilweise befestigt, unterwegs gibt es Zeltplätze. Für die gesamte Strecke werden etwa 20 Tage gerechnet; natürlich hängt die Dauer vom eigenen Tempo ab. Ein anderer Weg führt über Kangaroo Island, eine Insel nur 16km vom Festland entfernt, die als eine der schönsten Inseln der Asien-Pazifik-Region gilt. Pelzrobben und Sumpfvögel sind hier zu Hause und können in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Neben diesen zwei exemplarischen Touren gibt es natürlich noch unzählige Möglichkeiten, Down Under zu entdecken. Für alle Trips gilt hinsichtlich der Ausrüstung neben den üblichen Dingen wie ein Zelt, festen Schuhen und eines guten Campingequipments die Regel, stets genügend Trinkwasser dabei zu haben und sich gegen die Sonne und extreme Hitze zu schützen! Cremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor („australischer Standard“!) sowie eine Kopfbedeckung sind obligatorisch, sonst drohen sehr schnell Verbrennungen und Sonnenstich. Kartenmaterial sorgt für eine Grundorientierung, jedoch empfiehlt es sich immer, die Ranger in den Nationalparks nach den aktuellen Wegverhältnissen zu fragen, da weggeschwemmte Wegstücke nach starken Regenfällen keine Seltenheit sind. Die Natur ist oft rau und ungezähmt, deshalb sollte man nicht einfach draufloswandern. Doch gut vorbereitet ist Australiens Outback ein wahres Trekking-Paradies!
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