Mittwoch, 8. November 2006

Bingen am Rhein

Bingen am RheinDie Stadt Bingen befindet sich an der Mündung der Nahe in den Rhein. Bingen soll in schon zu keltischen Zeiten existiert haben, damals trug die Siedlung den Namen Bingium, was etwa „Loch im Fels“ bedeuten könnte. Das womöglich auf das heutige Binger Loch verweist. Das Binger Loch war im 17. Jh. die schwierigste Stelle im oberen Mittelrheintal. Hier konnten, aufgrund der Untiefen im Rhein die Schiffe nur Rheinaufwärts den Rhein befahren. Nach mehrfachen Sprengungen im letzten Jahrhundert ist das Binger Loch heute fast verschwunden. Ein neues Leitwerk im Rhein soll die Schiffe sicher durch das ehemalige Loch leiten.

Der Mäuseturm steht auf einer kleinen Insel im Rhein, vor Bingen. Der Mainzer Erzbischof Hatto I. hat den Mäuseturm im 10.Jh. bauen lassen. Einer Sage nach soll er in Zeiten der Hungernot, armen Bettlern seine Vorräte verwährt und sie verbrennen lassen haben. Dabei soll er mit böser Zunge „Hört ihr die Kornmäuslein unten pfeifen?“ gesagt haben. Sogleich kamen hunderte und aberhunderte Mäuse aus allen Ecken, er versuchte auf den Mäuseturm zu entfliehen, doch die Mäuse folgten ihm und fraßen ihn bei lebendigem Leib.

Etymologen vermuten jedoch, dass sich der Name des Turmes viel einfacher herleiten lies. So bedeutete im altdeutschen muta = Wegezoll, oder musen = spähen, lauern.

Bingen - Burg KloppWenn man in Bingen spazieren geht kommt man unweigerlich an der Burg Klopp vorbei. Die Burg wurde im 13. Jh unterstützend für die Mainzer Zollbarriere gebaut. Dabei bildete sie diese gemeinsam mit der Burg Ehrenfels und dem Binger Mäuseturm. Der Mäuseturm, diente als Wachtturm, sollten Schiffe ohne Erlaubnis und ohne Zoll zu tätigen daran vorbei gefahren sein, wurden von den Burgen aus gefeuert.

Bingen bietet noch heute eine sehr schöne Ausgangslage für schöne Rheinfahrten und Wanderungen im Binger Wald oder auf dem Rochusberg.

Auf dem Rochusberg befindet sich eine wunderschöne Rochuskapelle, sie wurde mehrfach wieder aufgebaut. Das letzte mal von 1893-1895 in neugotischer Bauweise. Von der Spitze des Berges kann man an klaren Tagen fast bis nach Wiesbaden schauen.

Im Binger Wald bieten sich zahlreiche Wanderwege für ausgiebige Spaziergänge oder Wanderungen an. Unterwegs laden immer wieder Rastplätze zum Ausruhen ein. So auch das Schweizer Haus, welches einen atemberaubenden Ausblick auf Bingen bietet.

Die Landesgartenschau kommt im Jahr 2008 nach Bingen, und die Vorbereitungen und Bauarbeiten sind derzeit schon voll in Gang.

Bingen ist eine kleine romantische Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und schönen Ausflugszielen, immer eine kleine Reise wert.

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