Montag, 2. Juli 2007

Jagddenkmale in der Dresdner Heide

Der Dresdner Saugarten, einst “Treybegarten” genannt, wurde cirka Mitte des 16. Jahrhunderts als Gehege für Wildschweine und die Hofjagden angelegt. Als Mittelpunkt der Dresdner Heide ist dieser Platz Ausgangspunkt von sechs strahlförmig verlaufenden Wegen die sternförmig durch das Waldgebiet verlaufen. Auf ihnen können die Dresdener und die Besucher der Stadt, wie zum Beispiel die der Pension Dresden, die Grüne Lunge der Region erkunden. Die Wanderwege haben bis heute ihre traditionelle Bezeichnung „Alte Eins“ bis „Alte Acht“ behalten und laufen zahlreiche weitere Naturdenkmale der Umgebung an. Direkt im Saugarten befindet sich ein 1926 aufgestellter Gedenkstein, welcher an das unter „August dem Starken“ von Pöppelmann im Jahre 1710 errichtetes Jagdschlösschen erinnert, das um 1800 leider zerstört wurde.

Neben dem Saugarten liegt das heute als Naturdenkmal geschützte Saugartenmoor, welches eine Heimat für einige seltenen Pflanzen wie den „Sonnentau“ bildet.

Nordwestlich des Geländes schließt sich der „Alte Saugarten“ an, der seinerzeit angelegt wurde um dem wachsenden Bedarf an jagdbarem Wild Herr zu werden. Er wiederum wird von der Schlossanlage Hermsdorf begrenzt.

In unmittelbarer Nähe des zwischen den Ortsteilen Langebrück und Weixdorf befindlichen neuen Saugartens befinden sich die „Rieseneichen“ die Erzählungen nach über tausend Jahre alt sein sollen. Sie sind für jeden Wanderer ein interessantes Anlaufziel.

In der Nähe von Klotzsche, wo sich auch das Hotel Dresden befindet, ist der ehemalige „Ruheplatz“ gelegen. An der Mündung des Sandschluchtenweges erinnert ein Denkmal an den einstigen Forstinspektor Friedrich Wilhelm Meschwitz (1815-1888), der die Heide für den Tourismus maßgeblich erschlossen hat. Direkt daneben befindet sich ein steinerner Tisch der aus den Zeiten von „August dem Starken“ herrührt. Er lädt den Wandersmann auch heute noch zu rasten ein bevor ihn das Heim aus der Ferne zurück ruft. Um dem alltäglichen Stress der großen Städte, zu denen Dresden unzweifelhaft zählt, noch etwas fern zu bleiben, sollte man den Tag an dieser Stelle gemütlich, im Gedenken an vergangene Zeiten, ausklingen lassen.

Autor: Alexander Punkt - Alexpunkt@gmx.de