Les Portes du Soleil – Die Tore zur Sonne
Über mehr als 600 Pistenkilometer und mehr als 400 Quadratkilometer zwischen Mont Blanc und Genfer See von Hochsavoyen ins Unterwallis erstreckt sich das fast astronomisch große, grenzüberschreitende Wintersportrevier - Les Portes du Soleil - an den “Toren zur Sonne” in Frankreich und in der Schweiz. Mit über 200 Aufstieghilfen ist Les Portes du Soleil eine der größten Skiarenen der Erde für den Winterurlaub.
Bei genauerer Betrachtung teilt sich dieses Wintersportareal der Superlative in ein gutes Dutzend überschaubare kleinere, sehr unterschiedliche Skigebiete auf. Dann findet man sie, die Pisten für jeden Geschmack, verteilt auf die unterschiedlichen Skigebiete. Das nahezu perfekte Skiliftsystem in Les Portes du Soleil verbindet alle einzelnen Gebiete. Dennoch sollte man sich keinesfalls ohne ausführlichen Pistenplan in der weitläufigen Skiregion bewegen. Die Portes du Soleil sind besonders im zweckmäßig-modernen, auf sportlich ambitionierte junge Skifahrer und Snowboarder ausgerichteten französischen Teil, für gemütlichen Skiurlaub im Grunde schon ein paar Nummern zu groß. Das moderne Areal mit Aviruaz und seiner gewagten Architektur der “Wohnfelsen” ist ideal für Skifahrer, die möglichst mit einem Bein noch im Bett, schon mit dem anderen auf der Piste sein und abends durch das autofreie Zentrum zwischen Bars, Discos und Restaurants pendeln wollen.
Auf den „Toren zur Sonne“ liegt wegen der Höhenlage unterhalb der Chavanettes meistens noch genug Schnee, auch wenn dieser im etwa 800 m tiefer liegenden Morzine-Montriond längst in der Sonne geschmolzen ist. Damit verlängert sich hier die Skisaison.
In einem der Täler der faszinierenden Bergwelt des Haut-Faucigny, dem höchsten Kalkalpengebiet von Frankreich, liegt der besonders bei Familien mit kleinen Kindern beliebte Ferienort Les Gets inmitten weiter Almen. Vermutlich wurde dieses einsame Bergdorf ursprünglich zuerst von Genfer Diplomaten entdeckt und entwickelte sich erst in den 60er Jahren zum kinderfreundlichen Skiort. Für die Landschaft typische rot-weiß gefleckte Kühe, benannt nach dem alten Kloster- und Kurort Abondance, grasen im Sommer auf den Almen des Haut-Chablais. Vor allem mit Kindern findet sich hier auch im Sommer ausreichend Naturerlebnis – auch ohne den Skizirkus.
Über das malerische Dörfchen La Chapelle-d’Abondance führt eine Straße nach Châtel direkt an die Schweizer Grenze. Für Autofahrer also einfach zu erreichen.
Autor: Markus Lenk - markus@poezdka.de
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