Mittwoch, 31. Oktober 2007

Kurzportrait Irland

An der Südostküste hat man die meisten Sonnentage auf der Grünen Insel. Die Region bietet Berge, fruchtbares Farmland und weite Strände, kleine Fischerhäfen und Seebäder. Hier findet man alte Dörfer mit reetgedeckten Cottages und urgemütliche Pubs. Romantisch wird es in den Tälern der Flüsse Nore, Barrow, Suir und Slaney. Rad- und Wandertouren lohnen sich in der vom Tourismus noch weitgehend unberührten Landschaft der Slieve Blooms. Für kulturinteressierte Besucher bieten sich zahlreiche Möglichkeiten in den alten Normannenstädtchen Kilkenny, Wexford und Waterford. Die Golfstrom-Küste.

Die Südwestküste mit ihren fünf in den Atlantik hinausragenden Halbinsel-Fingern besitzt ein Mittelmeer-Ambiente. Am berühmten Ring of Kerry, einer der schönsten Küstenstraßen Europas, sind südländische Gewächse wie Palmen, Bambus, Pinien und Jasmin keine Seltenheit. Man findet hier weite Sandstrände, die von Felsen und Klippen unterbrochen werden. Gleich dahinter liegen Rhododendron-Haine, meterhohe Fuchsienhecken oder italienische Gärten. Der Mittelpunkt dieser Region ist das lebendige Killarney. Nicht weit davon entfernt finden wir die Halbinsel Dingle, den westlichsten Zipfel Europas.

In Donegal überwiegt weit und breit Natur. Der Glenveag National Park ist der größte und wohl schönste ganz Irlands. Die Küste ist geprägt von der Gewalt des Atlantiks. Die gewaltigen Klippen von Slieve League bieten einen herrlichen Ausblick. Auf der Südseite fallen sie bis zu 600 Meter steil ins Meer. In Glencolumbkille sind einige ‘Standing Stones’ mit eingemeißelten Kreuzen zu sehen. Außerdem gibt es dort das ‘Folk Village’, wo in originalgetreu wiederaufgebauten Häusern altirische Handwerkskunst zu sehen ist. Im Hochland von Donegal findet man tief eingeschnittene Täler und romantische, fischreiche Bergseen. Hier spricht man noch gälisch, das uralte Irisch.

Auch die Millionenstadt Dublin (Irlands Metropole) hat viel zu bieten. Kunst , Kultur und Geschichte. Zu den wichtigsten Sehens-würdigkeiten zählen die Christ Church Cathedral, die Bank of Ireland, der Parlamentsitz Leinster House, Customs House, Dublin Castle und natürlich die vielen traditionellen Pubs. Nur wenige Autominuten von Dublin entfernt findet man kleine Fischereihäfen, Badeorte mit Sandbuchten und Strandpromenaden sowie Farmland, weite Hochebenen und bewaldete Berge (z.B. Wicklow Mountains mit der Klostersiedlung Glendalough).

In Galway finden sich noch heute einige spanische Einflüsse, da die Stadt früher regen Handel mit Spanien und trieb. Galway ist aber auch die Stadt der Fischer. In jedem Jahr (ab ca. Mitte Mai) findet an der Salmon Weir Bridge ein Naturereignis statt. Tausende von Lachsen versammeln sich dann auf ihrem Weg vom Meer flussaufwärts.

An der Küste befinden sich wildzerklüftete Berge, dazwischen oft kilometerlange Sandstrände. Eindrucksvoll sind die Cliffs of Moher (etwa 200 Meter hoch und acht Kilometer lang). Im Hinterland findet man vom Wind glattgeschliffene Berge, Höhlen, unterirdische Flüsse und Seen. Nirgendwo mangelt es an Unterkünften.

Autor: Günter Partsch - guenter.partsch@t-online.de