Dienstag, 10. Juni 2008

Ein Besuch in Cinque Terre

Die fünf kleinen Dörfer entlang der Küste zwischen Genua und der Toskana sind zu einem der beliebtesten Anlaufspunkte für Touristen aus der ganzen Welt geworden. Die Dörfer, von denen wir sprechen, waren über Jahrhunderte hinweg zwischen Felsen und Bergen von der restlichen Welt isoliert. Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore liegen auf steilen, majestätisch emporragenden Hügeln und bieten mit ihren Weinbergen, Eselpfaden und den bunten übereinandergebauten Häuschen einen wahrhaft spektakulären Anblick. Die Dörfer sind Teil des Nationalparks “Cinque Terre”.

Um den Nationalpark und die fünf Länder so gut wie möglich zu erkunden, ist es lohnend für den Besuch 3-4 Tage einzuplanen. Die besten Monate für einen Tripp nach Cinque Terre sind Mai und September. Im Juli und August sollte man die Cinque Terre wegen Überfüllung und auch wegen Hitze meiden. Es gibt zwei Möglichkeiten, um die fünf Länder zu erkunden. Von Viareggio geht mehrmals die Woche ein kleines Schiff nach Cinque Terre. Das Schiff hält aber nur für einige Stunden und dann fährt es schon wieder zurück. Lohnenswerter und weniger einengend ist der Besuch mit dem Zug bis zur Haltestelle nach Monterrosso. Allein schon die Ankunft am Bahnhof ist einmalig. Man steigt aus dem Zug aus und steht direkt über dem Meer und bei hohem Wellengang kann es passieren, daß man ein paar Wasserspritzer abkriegt. Bei Monterosso bildet die Via dell’Amore (die Straße der Liebe) den Beginn des Nationalparks Cinque Terre. Am Anfang der Via ist der Gang sehr mühelos, doch je weiter man fortschreitet um so erschwerlicher wird der Marsch. Über Stock und Stein, steilen Treppen und abenteuerlichen Pfaden gelangt man zu den fünf Dörfern. Festes Schuhwerk und ein Gehstock sind unabdinglich. Doch die herrlichen Ausblicke und traumhaften Kulissen sind jede Mühe wert. Zwischen bunten Hausfassaden, dunklen Treppenwegen, Fischerbooten, meterhohen Agaven, Pinien und Ölbäumen herrscht eine nahezu geheimnissvolle Atmosphäre und man wird bei jedem Schritt neugieriger auf das, was der nächste Ausblick zu bieten hat. Über versteckte und schweißtreibende Pfade, vorbei an den üppigsten Weinstraßen gelangt man nach und nach zu den Dörfern, wo sich die bunten Häuschen pittoresk die Steilhänge herunterdrängen. Jedes Dorf ist einzigartig und ein Erlebnis für sich und am Ende dieses abenteurlichen Marsches wird jeder sagen: „ Hübscher geht’s kaum noch”.

Cinque Terre erleben

Bei einem Besuch in Cinque Terre sollte man es sich nicht entgehen lassen, die köstlichen Fischgerichte zusammen mit einem Glas Wein zu kosten. Wie bereits angedeutet, ist es besser für den Besuch zumindest ein paar Tage einzuplanen um diese einmalige Gegend, die sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde, bis ins Detail genießen zu können. Vorsicht ist allerdings bei der Wahl der Unterkunft geboten. Man sollte sich hierbei auf vertrauliche Quellen beziehen um böse Überraschungen zu vermeiden. Aufgrund des hohen Andrangs hat man mittlerweile keine Skrupel mehr, auch schmudelige, besenkammerartige Zimmer zu hohen Preisen zu vermieten.

Übernachten in Cinque Terre

Autor: Agathe Freudenstein - agathe@elib.org