Mittwoch, 4. April 2007

Urlaub in Italien

Seit es Reisen im modernen Sinne gibt, zog es Deutsche in den Süden. Die “Italiensehnsucht” trieb schon Reisende wie Goethe oder Seume um, und lange Zeit gehörte ein Aufenthalt in Italien zu den Höhepunkten einer jeden Bildungsreise.
Hier kommen Touristen mit unterschiedlichsten Interessen auf ihre Kosten - Geschichts- und Architekturinteressierten, Musikliebhaber, Mittelalter-Fans, Öko-Camper, Badeurlauber und Feinschmecker.
Das Land wurde im 19. Jahrhundert im Risorgimento geeint, weist aber noch heute große regionale Unterschiede auf. Der reiche Norden mit florierender Industrie steht einem eher agrarisch geprägten, weit ärmeren Süden gegenüber - dem Mezzogiorno.
Neben Touristenstädten wie Florenz, Venedig, Rom und Neapel und ganzen touristisch geprägten Regionen wie der Amalfi-Küste, Capri und Ischia, der Toskana oder Teilen der Adria-Küste finden sich zahlreiche noch ganz ursprüngliche, wenngleich gut erschlossene Orte und Landschaften, die eine Reise nach Italien unbedingt lohnen.
Apulien, der Hacken vom italienischen Stiefel, gehört dazu. Spezialitäten wie ein schwerer, körperreicher Rotwein, Zitrusfrüchte und Gemüse locken ebenso wie Felsenstädte, die bis ins Meer ragen und die Nähe Griechenlands und Afrikas spüren lassen.
Auch die Regionen Marken und Umbrien sind zu entdecken. Das teilweise wilde und raue Binnenland ist weniger sanft als die Toskana und weniger pittoresk als Venedig - aber wen kümmert das, wenn sich dort Städte finden wie Urbino oder Gubbio, Perugia oder Orvieto?
Inzwischen bieten zahlreiche Billigfluglinien ganzjährig Verbindungen in nahezu alle Regionen Italiens an, hinzu kommen Linienflüge, Zugverbindungen, Bus- und Schiffsreisen. Selbstverständlich kann man auch im eigenen Wagen anreisen - zu erwägen ist allerdings eine bequemere Lösung mit einem Mietwagen vor Ort. Unterkünfte gibt es in jeder Preislage und für nahezu jeden Sonderwunsch (ökologisch, auf Wellness spezialisiert, für Anhänger der Slow-Food-Bewegung, für Architekturliebhaber…).

Zusammengefasst: Man nehme sich nicht zuviel auf einmal vor, beachte die eigene Leistungsfähigkeit und kehre lieber einmal mehr zurück. Italien ist nichts zum “Abarbeiten”, sondern ein Land zum Genießen und für ein Wiedersehen.