Montag, 2. April 2007

Urlaub in Norwegen

Der Legende nach hat der Riese Ymir alles erschaffen: “Seine Gebeine wurden zu Erde und Felsen. Aus seinem Blut entstanden die Fjorde.” So die nordische Mythologie. Vielleicht ist Urlaub in Norwegen deshalb so enorm: enorm hoch, enorm tief und enorm weit, enorm schön. Diesem Eindruck kann man sich in ganz Norwegen nicht entziehen.

Getoppt wird das Ganze noch durch das berühmte „Licht des Nordens“ und der ständig präsenten Einsamkeit. In Norwegen leben etwa nur zwölf Einwohner pro Quadratkilometer, und damit ist es eines der am wenigsten dicht besiedelten Länder Europas.

Fjorde prägen das Land. Schon beim Einlaufen der Autofähre in den Oslofjord bekommt man einen ersten Eindruck davon. Die besten Eindrücke kann man jedoch auf der “schönsten Seereise der Welt” sammeln, auf der so genannten Hurtigrute, die man mit einem der schon legendären Postschiffe befährt. Sportliche Menschen können die Fjorde auch mit dem Kanu befahren.

Trotz der vielen Sehenswürdigkeiten trifft man an bestimmten Zielen oft die gleichen Menschen. So zum Beispiel am Nordkap, auf dessen Hochplateau sich ein Informationsbüro befindet. Hier gibt es auch ein Postamt, in dem man das begehrte Nordkapdiplom erhält.

Anlaufpunkt ist auch der Geirangerfjord, zwischenzeitlich UNESCO-Weltnaturerbe. Der Fjord ist zwar nur 15 Kilometer lang, bietet aber mit mehreren Wasserfällen ein Spektakel. Ganz in der Nähe schon die nächste Attraktion: der „Adlerweg“ mit einer grandiosen Aussicht auf den Geirangerfjord.

Wer seetauglich ist und auch hohe Wellen nicht fürchtet, der kann etwas ganz Besonderes erleben: Whalewatching (Wale beobachten). Mit ein wenig Glück kann man die faszinierenden Buckelwale beobachten. Ausgangspunkt sollte der Ort Andenes im Norden sein.

Norwegen ist auch das Land der Wälder, die rund 30 Prozent der Fläche ausmachen. Im äußersten Norden das Gegenteil: die baumlose Tundra, wo man Elche, Rentiere, aber auch Wolf, Luchs und Braunbären beobachten kann.

Immer wieder trifft man auf die jahrhundertealten alten Stabkirchen (”Pagoden des Nordens”), deren älteste man in Heddal besichtigen kann. Gebaut ohne einen Nagel oder eine Schraube.

Wer ein Wohnmobil besitzt, hat die besten Voraussetzungen. Es gibt praktisch keine Verbote, und die Infrastruktur für Wohnmobile ist hervorragend. So kann man auch auf die Hochebenen (Fjells) fahren, wo noch etwa 20.000 Samen leben, die ausschließlich Rentierzucht betreiben.