Montag, 18. Juni 2007

Die Geschichte der Kanarischen Inseln

Zu den Anfängen der Kanarischen Inseln gibt es nur wenige Aufzeichnungen. Die Inseln sind größtenteils vulkanischen Ursprungs und wurden in der vorspanischen Zeit von den Guanchen, den Ureinwohnern von Teneriffa, bewohnt. Die Menschen entstammten dem Volk der Berber aus Nordafrika. Eine Theorie besagt, dass die Berber von den Römern auf die Kanarischen Inseln gebracht wurden. Sie lebten von Weidevieh, Ackerbau, vom Fischfang und vom Sammeln von Früchten und Beeren.

Die Europäer hatten zu dieser Zeit noch keine Kenntnis von der Existenz der Inseln. In Europa galt der Atlantik als Grenze der Welt. Deshalb gibt es auch nur wenige Quellen, die wirklich glaubhaft sind. Ein spanisch-römischer Geograf zeigte erstmals die genaue Lage der Inseln auf einer Karte.
Im Mittelalter besuchten dann die Araber mehrmals diese Inselgruppe. Erst im 14. Jahrhundert wurden sie dann wieder entdeckt. Im Jahr 1402 begann die Eroberung der Kanaren mit der Einnahme von Lanzarote durch die Normannen. Die vollständige Eroberung aller Inseln dauerte bis 1496. In der Zeit danach wurden fast alle Ureinwohner ausgelöscht und die Europäer christianisierten die Inseln. Ebenfalls kam es zur Vermischung von Kolonisten mit Guanchen. 1498 kam es dann zum päpstlichen Verbot des Sklavenhandels.
Nach der Zeit der Abhängigkeit wurde auf den Kanarischen Inseln ein neues ökonomisches System eingeführt, dass besonders auf den Anbau von Monokulturen beruht. Erste Institutionen und Staatliche Organe bildeten sich, woraus sich später eine auf Steuern beruhende Regierungsform entwickelte, die den Handel mit dem Ausland bevorzugte. Im Gegensatz zu den Spanischen Festland durften die Kanaren direkten Handeln mit Amerika betreiben. Ab 1678 wurde das Blutstribut praktiziert. Das bedeutet dass in jeder Familie, die mehr als 100 Tonnen Handelsgüter nach Amerika verkauften, 5 Familienmitglieder in dieses Gebiet auswandern mussten. Die Freihandelsgesetze im 18. Jahrhundert verstärkten den Handel mit Amerika noch mehr.

Heute sind die Kanarischen Inseln ein beliebtes Reiseziel. Insbesondere wegen seines angenehmen Klimas. Zahlreiche Deutsche besitzen zwischenzeitlich ein Ferienhaus auf den Kanarischen Inseln. Besonders beliebt ist dabei die Insel La Palma. Zahlreiche hochwertige Ferienhäuser mit Pool auf La Palma gehören Deutschen, die sich zwischenzeitlich auf der Insel niedergelassen haben, um dort ihr Leben oder ihren Lebensabend zu verbringen.

Autor: Ulrike Bleidorn - info@canarias-reisen-bleidorn.de