Die größte der Kanarischen Inseln besitzt, auf Grund ihrer verschiedenen Höhenlagen, eine reiche Pflanzenvielfalt.
Viele Arten sind nur hier beheimatet. Die Kanarischen Kiefern bilden in 800 bis 2200 Metern Höhe dichte Wälder. Der Boden ist mit zahlreichen Kiefernnadeln bedeckt und bei Trockenheit besteht erhöhte Waldbrandgefahr. Eine Höhe von bis zu 20 Metern kann der Kanarische Drachenbaum erreichen. Das bemerkenswerteste Exemplar befindet sich bei Icod de los Vinos. In trockenen, felsigen Gegenden wächst die Affenpalme, welche bis zu 2 Meter groß werden kann. Die Nationalblume der Insel ist die Kanarische Glockenblume mit ihren orange-roten Blüten. Ihre Wurzel kann sehr viel Wasser speichern. Eine sehr attraktive Pflanze ist der Kanarenfingerhut, ähnlich dem in unseren Breiten beheimateten Fingerhut.
Zahlreiche Pflanzenarten wurden auf Teneriffa heimisch. Aus Amerika stammen wildwachsende Kakteen, wie der Filzige Feigenkaktus, welchen man bei Touren mit dem Mietwagen durch das Anaga Gebirge finden kann. Büsche von farbenfrohen Weihnachtsternen schmücken viele Fincas der Insel Teneriffa und können bis 4 Meter hoch werden. Ursprünglich aus Südafrika gelangte die Strelitzie auf die Insel. Die Paradiesvogelblume wird bis 1,50 Meter hoch und zeigt große orange Blüten. Der Mexikanische Stachelmohn mit seinen kugligen, gelben Blüten benötigt trockenen Boden und stammt von den Westindischen Inseln. Am Rand der Lorbeerwälder des Anaga-Gebirges blüht der aus Südamerika stammende Zitronenstrauch. Eukalyptusbäume hielten von Australien aus Einzug auf Teneriffa. Sie brauchen viel Wasser und duften wie die uns geläufigen Halsbonbons.
Der Schwerpunkt der Tierwelt auf Teneriffa liegt bei Vögeln und Insekten. Es gibt kaum Säugetiere, Raubtiere oder giftige Schlangen fehlen gänzlich.
Am Teide kommen Waldkatzen vor. Häufig begegnet man ausgewilderten Kaninchen. Einige Bauern halten sich Esel als Zugtiere. Pferde dienen allein dem Reitsport und Ziegen werden zur Gewinnung von Milch angeschafft.
Nach dem höchsten Berg der Insel benannt ist der Teidefink. Der Kanarengirlitz ist die Wildform des Kanarienvogels. Charakteristisch für Teneriffa sind ebenfalls der Buntspecht und die Waldohreule.
Eidechsen sind weit verbreitet und sehr zahm. Sie kommen oft bis nah an die Finca und lassen sich füttern. Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken sind häufig anzutreffen. Eine Besonderheit der Insel sind die Wale, welche in der Meerenge zwischen Teneriffa und Gomera so zahlreich anzutreffen sind, wie selten auf der Welt.
Autor: Ulrike Bleidorn - Ulrike_Bleidorn@canarias-reisen-bleidorn.de
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