Mittwoch, 30. Mai 2007

Menorca – eine Insel für den Urlaub im Mittelmeer

Menorca, im westlichen Mittelmeer, gehört zur Inselgruppe der Balearen, zu Spanien. Von Deutschland aus dauert ein direkter Flug nach Menorca rund 2 Flugstunden. Ein individueller, ländlicher Urlaub auf einer Finca auf Menorca bietet sich ebenso an wie ein mediterraner Strandurlaub. Vielleicht denken Sie bei dieser Beschreibung zu allererst an Mallorca. Aber dies trifft ebenso auf die östlich gelegene “kleine Schwester” Menorca zu, deren Größe im Verhältnis zu Mallorca nur rund 1/5 ausmacht. Dennoch hat Menorca in mancher Hinsicht sogar mehr zu bieten als ihre touristisch bestens bekannte Nachbarinsel. Ein Bauwahn an jeder freien schönen Stelle wie auf Mallorca hat es und wird es auf Menorca nicht geben. Denn Menorca ist Anfang der Neunziger Jahre von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt worden. Über vierzig Prozent der Insel stehen somit unter Naturschutz. Gleichzeitig ein Anzeichen dafür, dass Individualreisende, Naturliebhaber und Familienurlauber mit Menorca eine ausgezeichnete Wahl für ihren Sommerurlaub treffen. Zahlreiche schöne Strände und Buchten mit kristallklarem Wasser garantieren im südlichen Teil der Insel einen erholsamen Urlaub. Der Norden von Menorca ist mit seiner zerklüfteten Küstenlandschaft und dem raueren Wind ebenfalls landschaftlich attraktiv, jedoch weniger für den Badeurlaub geeignet. Daher ist er auch touristisch nicht im gleichen Maße erschlossen wie der Süden. Wer allerdings gerne sportlich aktiv werden und z.B. Surfen oder Segeln möchte,ist im Norden der Insel gut aufgehoben.

Die beiden wichtigsten Städte auf Menorca sind Ciutadella im Westen der Insel und Maó im äußersten Osten. Beide Städte zu besuchen gehört zum Pflichtprogramm des Menorca-Urlaubs. Zwar liegen die beiden Städte geografisch weitmöglichst voneinander entfernt. Aufgrund der überschaubaren Größe der Insel dürfte dies aber kein Problem darstellen. Die Insel “auf eigene Faust” zu erkunden ist ohnehin empfehlenswert. Besuchern berichten die beiden Städte über ihre lebhafte Vergangenheit. Durch verschiedene Besetzungen sind die Stadtbilder von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Ciutadelle - lange Zeit Hauptstadt Menorcas - besticht durch seine Vielzahl an architektonisch besonderen Kirchen und Stadtpalästen. Die maurische Besatzungszeit hat das Stadtbild unübersehbar mit geprägt. Maó, an der Ostküste Menorcas gelegen, bietet vor allem mit seinem wunderschönen Naturhafen mit seinen gemütlichen Restaurants einen Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. In der jetzigen Hauptstadt ist der Einfluss auf den Baustil aus der englischen Besatzungszeit unverkennbar. Kulturell sehr interessant ist auch das historische Zentrum der Stadt.

Zu unrecht wird die “kleine Schwester” von Mallorca kaum beachtet. Aber andererseits ist es auch gerade gut,dass Massentourismus keinen Einzug auf Menorca halten kann.So gibt es inmitten der teilweise durch Touristenhochburgen geprägten Balearen immer noch diesen einmaligen Rückzugsort für Naturliebhaber im Urlaub.

Autor: Eike Möllenhoff - artikelbeitrag@operamail.com