Mittwoch, 24. Januar 2007

Pyrenäen

Wie ein gewaltiger Grenzwall ziehen sich die Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Der Gebirgszug ist über vierhundert Kilometer lang und lockt mit rund zweihundert Dreitausendern.

Die unterschiedlichsten Sprachen haben Anteil an dem Gebirge, nicht nur Spanisch und Französisch. So verläuft die Bergkette auf spanischer Seite auch durch die Region Katalonien (Catalunya), wo ebenso wie in dem kleinen Pyrenäenstaat Katalanisch (Catalá) gesprochen wird. Außerdem quert sie das Baskenland (Euskadi) und die Region Aragón, wo Aragonés gesprochen wird. Doch nicht nur Sprachfreunde kommen so auf ihre Kosten. Drei Nationalparks warten mit einer großen Artenvielfalt an Fauna und Flora auf. Beispielsweise wächst hier noch immer das selten gewordene Edelweiß. Auch zahlreiche Orchideenarten sind in den Pyrenäen heimisch. Tierfreunde können die verschiedensten Greifvogelarten bewundern, darunter den majestätischen Steinadler. Pittoreske Bergdörfer mit romanischen Kirchen und mittelalterlichem Flair laden zum Bleiben ein, doch wer Lust aufs Wandern verspürt, kann das auf zahlreichen Wanderwegen tun - oder den Beginn des legendären Jakobswegs in Angriff nehmen. Dieser alte Pilgerweg, der in der galizischen Hauptstadt Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens endet, ist längst auch ein touristisches Highlight geworden und der Abschnitt durch die Pyrenäen ist sicher einer der lohnendsten.

Ob man nun zusammen mit einem Reiseführer die Bergwelt zwischen Spanien und Frankreich entdeckt - zahlreiche Veranstalter bieten geführte Touren an - oder auf eigene Faust loszieht, ob man sich die volle Dosis Wanderfreude gibt oder lieber in einer der zahlreich vorhandenen Ferienwohnungen relaxt und die Natur auf sich wirken lässt, ob man zu Fuß unterwegs ist oder die Herausforderung einer Radtour durch die Berge - letztendlich bieten die Pyrenäen für jeden etwas.

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