Donnerstag, 16. August 2007

Yucatán – Badetourismus und Kultur

Yucatán – das ist zuerst einmal ein geografischer Begriff. Er bezeichnet eine größere Halbinsel, zu der die drei mexikanischen Staaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo sowie Belize Belize und der Norden Guatemalas gehören. Als Bundesstaat nimmt Yucatan den nordwestlichen Teil der gleichnamigen Halbinsel ein. Mit über einer Mio. Einwohnern ist Mérida die bevölkerungsreichste Stadt der Region und Hauptstadt. Mérida strahlt südliche Anmut aus, aber ihr besonderer Charme unterscheidet die Metropole von allen anderen typisch mexikanischen Städten. Die sauberen und weiß getünchten Häuser brachten ihr auch den Namen „Weiße Stadt“ ein.

Bekannter, gerade als Touristenziel, ist jedoch Cancún. Das im äußersten Nordosten der Halbinsel gelegene einst verschlafen Fischerdorf, hat sich seit Mitte der 1970iger zu einer boomenden Stadt mit inzwischen über 800.000 Einwohnern und vorbildlichen Touristenanlagen entwickelt. Cancún – das sind in Wirklichkeit drei verschiedene Reiseziele: Einmal das farbenfrohe, gastfreundliche Mexiko (wo viel Englisch gesprochen wird), zum zweiten der Ausgangspunkt für Tagestouren zu den bekanntesten archäologischen Stätten des Landes und schließlich die exotische Karibik; da Cancún mehr mit den Touristenorten der karibischen Inseln gemeinsam hat als mit der Traditionskultur Mexikos. So verschlägt es auch alljährlich jungendliche Amerikaner zum Summerbreak in die Stadt.

Die einzigartigen Strände machen Cancún und die der Halbinsel vorgelagerten Inseln, Cozumel und Isla Mujeres, zum Mekka für Badetouristen.

Ein weiterer Grund, der die Halbinsel für Touristen aus aller Welt so interessant macht, ist das historische Erbe. Die einst von den Maya errichteten gewaltigen Stadtstaaten breiten sich vom Hochland von Guatemala und Chiapas bis in das Tiefland von Yucatán aus. Einige berühmte Kultzentren aus damaliger Zeit sind zum Beispiel: Palenque, Uxmal und Chichén Itzá. Letzteres bezeichnet die größte Pyramidenanlage von Yucatán, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Stätte ist hervorragend erhalten, was einen Besuch empfehlenswert macht.

Autor: Sven Rosenow - post@weltenansicht.de