Chile ist ein Land mit einer so außergewöhnlichen Geographie, dass man, wenn man es in seiner vollen Ausdehnung erkundet eine so unglaubliche Vielfalt an Landschaften und Vegetationszonen kennen lernt, wie man sie sonst nirgendwo findet.
Die Nord-Südausdehnung Chiles beträgt etwa 4300 Kilometer an seiner breitesten Stelle erreicht die West-Ostausdehnung aber gerade mal 180 Kilometer. Man kann dem Land seine Ähnlichkeit mit einer Nadel daher nicht absprechen. Seine enorme Länge und maximale Höhenunterschiede von fast 6900 Metern vom Meer bis zum höchsten Gipfel bedingen, dass man fast alle Formen von geographischen Zonen vorfindet.
Die Atacama-Wüste an der nördlichen Grenze zu Peru und Bolivien gilt als eine der trockensten Wüsten der Welt. Gen Süden wird das Klima allmählich feuchter und die Vegetation nimmt zu. Um die Hauptstadt Santiago de Chile kann man das Klima mit dem des Mittelmeerraumes vergleichen. Das heißt, dass die Sommer recht heiß und trocken sind, die Winter sind mild und feucht.
Südlich von Santiago de Chile schließen sich ausgedehnte Waldgebiete an, in denen zahlreiche wilde Flüsse und Seen zu finden sind. Am untersten Zipfel des Landes befindet sich das raue und unwirtliche Patagonien, von dem aber gerade wegen seiner Unwirtlichkeit ein besonderer Reiz ausgeht. Die Küsten im Süden werden von unzähligen kleinen und größeren Inseln gesäumt.
Chile ist der Antarktis am nächsten und das kühle Klima im Süden hat auch dort Gletscher entstehen lassen. Auch vom Südpol beansprucht Chile einen Teil. Dies jedoch ist nicht international anerkannt.
Doch ist Urlaub in Chile auch wirklich zu empfehlen? Schließlich ist Südamerika doch nicht ganz ungefährlich. Dazu kann man nur sagen: Es ist sehr zu empfehlen! Das Land ist ganz im Gegensatz zu vielen anderen südamerikanischen Staaten ganz und gar nicht gefährlich. Es weist recht geordnete Verhältnisse auf, die wohl auch auf die Vielen Einwanderer aus Europa zurückzuführen sind.
Zudem verfügt Chile über eine sehr gute Infrastruktur für Touristen. Es gibt zahlreiche Formen von Unterkünften in verschiedenen Preisklassen. Dabei sind Hotels in Chile nicht die Einzige Möglichkeit zu nächtigen. Auch sehr beliebt ist Camping, das Mieten von Hütten und für Backpacker sind auch Jugendherbergen und Pensionen empfehlenswert.
Wenn man sich nicht traut mit einem Mietwagen Chile zu erkunden, was durchaus kein Problem ist und den Vorteil hat, dass man auch abgelegene Orte ansteuern kann, so bietet es sich an mit Bussen zu reisen. Das Bussystem ist ebenso gut ausgebaut wie die Straßen, obwohl letztere abseits größerer Ortschaften manchmal auch nur Holperpisten nur.
Autor: Robert Liebecke - rl1979[ad]gmx.de
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