Südamerika ist ein Kontinent der Superlative. Kein anderer Konintent der Welt kann mit den vielen geographischen Gegensätzen wie Wüste, Regenwald, Hochgebirge und Vulkanen mithalten. Der “Grüne Kontinent” ist der wasserreichste Kontinent der Erde. Besonders Brasilien, Venezuela und Kolumbien, aber auch Teile Boliviens und Argentieniens bestehen aus Regenwald. Das Amazonas-Gebiet spendet dem größten zusammenhängenden Dschungel der Welt eine wasserreiche Grundlage. An der Grenze Argentiniens zu Brasilien beispielsweise befinden sich die größten Wasserfälle der Erde, die Iguazú-Fälle, die in einer Gesamtbreite von 2.700 Metern etwa 75 Meter in die Tiefe stürzen. Wer Lust auf Abenteuerurlaub hat, der sollte per Dampfer auf einem der Amazonasnebenflüsse durch den Urwald schippern, ein eindrucksvolles und entspannendes Erlebnis auf Ché Guevaras Spuren. Reiseinformationen gibt es dazu in jeder größeren Stadt, die am Wasser liegt! Doch wer Südamerika nun als armen Dschungel-Kontinent erwartet, wird bei seinem Urlaub enttäuscht: Die Metropolen sind die modernsten und größten der Welt. Buenos Aires, die Hauptstadt des Tangos und der Nacht, wartet darauf, entdeckt zu werden! Santiago, Rio, São Paolo. Sämtliche Reiseberichte über Südamerika rühmen die Vielfalt der Städte - schon Claude Lévi-Strauss, ein französischer Ethnologe, schrieb in den 30er Jahren begeistert von der südamerikanischen Großstadt, die keine stilistischen Skrupel kennt und die ein Konglomerrat aus viktorianischen Villen, modernen Wolkenkratzern und Mietskasernen darstellt. Bis heute ist diese Vielfalt lediglich angewachsen und die Städte pulsieren immer mehr. Kultur, Bildung, Börse und Clubs: In den Hauptstädten tummelt sich das Leben. Das Nachtleben in Rio de Janeiro, Buenos Aires und Bogotá zählt zu den ausgeprägtesten. Lima und Satiago stehen dem in nichts nach! Doch auch für kulturelle Streifzüge am Tag haben die Hauptstädte einiges zu bieten. Die zahlreichen Zeugnisse der Inka- und Maya-Kulturen finden sich in jedem Land des Kontinents und sind überall in zahlreichen Museen zu bestaunen. Wer nach der nachtschwärmerischen, aufregenden Metropolenkultur Lust auf Natur hat, der sollte diesen Zeugnissen auf dem Machu Picchu (in der Landessprache der Ureinwohner, Quechua, heißt es “alter Gipfel”) nachspüren: Diese gut erhaltene Ruinenstadt der Inka befindet sich in 2.360 Meter Höhe in Peru und ist ein Muss für jede/n Südamerikareisende/n. Danach bietet sich eine Weiterfahrt in den Norden Chiles an, in die Oasen der Atacama-Wüste, der höchstgelegenen Wüste der Welt. Die Vulkanlandschaft der Anden ist zwar karg, aber formenreich und farbenprächtig. Rote und blaue Seen, violette Berge und gelbes Gestein, dazu schneebedeckte Vulkane am Horizont, bieten kontrastreiche Kulissen für ein Wüstentrekking. Aber vorsicht: Die Luft ist dünn in 4-6000 Metern Höhe!
Samstag, 7. April 2007























